Das 1914-1917 von Fritz Schumacher als Stiftungsschule erbaute denkmalgeschützte Gebäude wird als Ausweichstandort von zwei Hamburger Berufsschulen genutzt. Das Gebäude ist im Stil des Backsteinexpressionismus errichtet und zeichnet sich durch eine symmetrische Fassade, handwerklich kunstvolle Verzierungen und die Verwendung des für Fritz Schumacher typischen roten Backsteins aus. Am Übergang zu St. Pauli befindet sich das architektonisch markante Gebäude an einem städtebaulich prägenden Punkt.
Die Kernaufgabe im Projekt war: die größtmögliche Barrierefreiheit herzustellen und die Authentizität des Gebäudes durch eine behutsame, zurückhaltende Sanierung zu erhalten. Wir haben damit einen Sanierungsstandard geschaffen, der in künftigen Projekten für Schumacher-Bauten angesetzt werden soll.
Bei der Sanierung der Außenhülle wurden unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes Gebäudeteile wie Dach, Terrassen und Einzelfenster gemäß KfW-Standard Denkmal saniert und erneuert. Außerdem erfolgte die Planung und Errichtung eines 3-seitig-verglasten Außenaufzuges zur Herstellung der Barrierefreiheit auf der Rückseite des Gebäudes.
Es wurden die Sporthalle und knapp 390 qm Innenräume in verschiedenen Obergeschossen saniert und Klassen- und Fachräume neu hergerichtet, ebenso erfolgte eine IT-Modernisierung. Auch der Fernwärmeanschluss musste erneuert werden. Des Weiteren erfolgte nach dem Rückbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung ein Umbau der Fläche in Abstellräume. Weitere Sanierungsarbeiten umfassten: die WC-Anlagen im 2. und 3. Obergeschoss sowie soweit erforderlich die Erneuerung der Bodenbeläge im gesamten Gebäude.
Die inneren und äußeren Arbeiten erfolgten im laufenden Schulbetrieb. Mit außerordentlich kurzer Planungs- und Bauzeit: Die Maßnahme ist innerhalb eines Jahres fertiggestellt worden.